DAS LOGO AUF DEM COLLEGEBLOCKEine Behauptung, die alles ins Rollen brachte.
Mit 18 saß ich in der Einführungsphase, kurz EF, auf einem Gymnasium. Davor war ich von einer Realschule auf die nächste geflogen, dann auf einer Hauptschule und schließlich in der zehnten Klasse auf dem Gymnasium gelandet.
Ich hatte keine Lust mehr auf Schule, machte Unsinn im Unterricht und zeichnete ein Logo auf einen Collegeblock. Meine Lehrerin fragte, was das sein sollte. Ich antwortete: „Meine Marke. Sie geht nächste Woche online.“ Das stimmte zu diesem Zeitpunkt nicht. Aber jetzt wollte ich es beweisen.
In Windeseile baute ich mit einem Baukasten einen Onlineshop und stellte eine ganze Kollektion zusammen. Einen Monat lang kam kein einziger Verkauf. Also machte ich eine zweite Kollektion. Plötzlich verkaufte ich in die ganze Welt. Sorry an alle Kunden aus den USA, deren Paket nie angekommen ist. Ich wusste damals einfach nicht, wie internationaler Versand funktioniert.
Im August kaufte ich meine erste eigene Maschine, eine Silhouette CAMEO für 250 Euro, dazu eine gebrauchte Transferpresse für 150 Euro. Beide stehen heute noch bei mir, inzwischen in der Vitrine statt in der Produktion.
Mit meiner Streetwear-Marke DIAECK machte ich viele Fehler und lernte schnell dazu. Die Marke gibt es nicht mehr, die Anmeldung besteht aber bis heute. Weil ich noch im Hotel Mama lebte, steckte ich alles, was übrig blieb, in einen günstigen No-Name-Großformatplotter.